Es war Donnerstag der 03.03.05 gegen 15:15 Uhr. Ich machte mich auf dem Weg zu meinem Piercing Studio Wildcat in Essen.
At A Glance Author Chr1z Contact Chr1z@bme.anon IAM Chr1z When It just happened Artist Jan und Tobi Studio Wildcat Location Essen, Germany Ein Tag zuvor wollte ich mir noch ein Medusa Piercing machen. Aber ich wich ein paar Stunden vor dem Piercen von meiner Idee ab und entschied mich doch zu einem zweiten Labret Piercing. Grund dafür war erstmal, dass meine oberen Schneidezähne angebrochen waren durch ein damaligen Unfall und ich mir im nach hinein unsicher war, wie sich der Labret Stud auf mein Zahnfleisch auswirken würde, da sich bei meinem ersten Labret stark das Zahnfleisch zurück gebildet hatte, trotz PTFE Stab. Zudem spielte ich in der Vergangenheit mir mein zweites Labret nochmal machen zulassen, da ich bereits damals auf der linken Seite ein zweites Labret hatte, es aber schief war und es mich so gestört hat das ich es im enteffekt heraus genommen habe.
Als ich ca um 16:30 Uhr bei Wildcat eingetroffen ware konnte ich direkt zum Piercer durch gehen und ihm von meinem neuen Plan, das zweite Labret Piercing, erzählen.
Dann ging es schon zur Makierung der Stelle mit einem Stift, wo das Labret Piercing sitzen sollte. Es ging realtiv schnell, da man das alte Labretloch noch sehen konnte bzw. die Narbe davon und somit konnte man genau fixieren, wie das neue Labret sein sollte.
Jan, der Piercer von Wildcat, benutzte zur Beteubung eine Spritze. Genaueres zum Inhalt etc. kann ich hier nicht sagen. Der Einstich war etwas zwickend, aber tat nicht wirklich weh, man könnte es vergleichen mit einem kurzen Kneifen in den Arm.
Nun sollte das eigendliche Piercing beginnen und ich wählte als Erstschmuck einen PTFE Stab. Vorteil dabei war neben der Zahnverträglichkeit, da dieser nicht so stark auf den Zahn und Zahnfleisch aufdrückt, dass man den PTFE Stab später nach Abheilen und Abklang der Schwellung ganz einfach mit einer handelsüblichen Scheere kürzen kann.
Jan setzte nun die Piercingnadel an und hat langsam meine Lippe durchstochen. Der Schmerz war durch die Beteubungsspritze nicht zumerken und man hat jeglich gemerkt, wie die Nadel durch die Unterlippe ging.
Gleichzeit teile mir Jan mit, dass er meine Vene getroffen hätte, dies aber nicht schlimm wäre, da dies öfters passieren könnte und jeglich ein Bluterguss sich bildet. Ich sollte noch ein moment warten und er hat den Stab dann genau angespasst, mit etwas Spielraum.
Ich selbst hatte nichts davon gemerkt, das eine Vene getroffen wurde da ich kein Schmerz verspürte. Ich Spiegel konnte ich sehen wie ich ein dunkelblauer Punk im Mundinneren, oberhalb der unterlippe bildete.
Später als ich zuhause war, mußte ich feststellen dass der Labretstab sich in die lippe herein drückt, da die Schwellung stark zugenommen hatte (trotz Kühlen mit Eis) und die Blaufärbung unteranderem auch zugenommen hat.
Ich konnte in der Wildcat Community Abends, gegen 20 Uhr noch den Piercer von Wildcat München erreichen, welcher sehr freundlich zumir war und mir gerathen hatte am nächsten Tag direkt nach Wildcat nochmal zufahren um den Stab durch einen größeren zuerneuern. Der Bluterguss wäre nicht schlimm, doch der Stab sollte aufjedenfall gewechselt werden, damit sich das Blut in der Lippe abbauen kann.
Heute, am Freitag den 04.03.05 machte ich mich dann direkt wieder auf dem Weg nach Wildcat Essen und war direkt um 13 Uhr dort, wo der Piercer seine Öffnungszeiten hatte.
Am Freitag hat Wildcat einen Gastpiercer, namens Tobi. Ich kannte ihn zuvor nicht und habe ihn mein Problem mit dem neuen Labret Piercing geschildert und er hat es sich sofort angeguckt. Er war sehr hilfsbereit und hatte direkt den derzeiten PTFE Stab durch einen neuen ersetzt, ohne das ich den neuen PTFE stab bezahlen mußte und hatte dazu den alten direkt auch noch mitbekommen.
Er erklärte mir, dass es passieren kann das mal eine Vene getroffen wird. Er meinte, dass Jan den Fehler gemacht habe und den Stab zukurz abgeschnitten hatte. Weil man diesen bei solchen Vorfällen lieber zulang lassen sollte als zukurz. Er beruhigte mich aber und meinte, dass der Bluterguss und Schwellung aufjedenfall ohne Problem weg geht, was aber 1-2 Wochen dauern kann. Zudem meinte er das ich gegebenenfalls auf meiner Lippe etwas herum massieren sollte, damit das geronnene Blut sich in der Lippe lockker oder Blutverdünnene Mittel zumir nehmen sollte.
Der zweite Punkt fällt aber für mich weg, da ich kein Alkhohol etc. trinke und auch keine Aspirin oder ähnliches zumir nehme.
Jetzt sitze ich daheim, mit meinem neuen PTFE Stab und warte darauf, dass der Bluterguss in den nächsten Tagen/ Wochen abklingt. Gleichzeit reinige ich mein neues Piercing immer gut mit Ochtenisept und meine Mund mit mehrfaches Zähneputze am Tag und zwischendurch mit einer milden antibakteriellen Mundspühlung.
Als Fazit:
Ein Bluterguss in der Lippe ist nicht schlimm und kann öfters vorkommen als man denkt. Wichtig dabei ist einen ausreichend großen Lippen Stab oder Ring zuwählen - damit noch genung Spielraum zwischen Schmuck und Schwellung ist und somit sich das Piercing nicht in die Lippe einschneidet bzw. eindrückt.