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1pt vertical chest oder auch „verdammt wie blöd kann man den in der birne sein“

so, erstma hallo alle miteinander! schön das sich jemand für meinen bericht über diese doch etwas härtere suspension interessiert. als erstes sollte ich vielleicht mal schreiben wie ich denn zu dieser idee diese suspension zu machen gekommen bin. ich war vor einiger zeit, wie eigentlich fast täglich, auf einer sehr informativen, kanadischen seite (insider dürfte der name bekannt sein) unterwegs und habe mich dort aus langeweile wieder einmal durch die bildergallerien versch. arten durchgeklickt. dort waren piercings (normale und ausgefallene), tattoos, cuttings und nachtürlich auch suspensions. als ich bei diesen angekommen war ich auf der suche nach ausgefallenen und „seltenen" suspensionarten. da ich ja auch mit einigen leuten ab und an mal ne suspensions-show auf conventions durchführe dachte ich mir ich sollte mir mal was „neues" einfallen lassen, etwas dass das puplikum zum staunen bringt. so klickte ich mich durch die verschiedensten bilder von suspensions. doch eine fiel mir dann doch sehr ins auge, e s war die 1pt vertical-chest suspension! da ich auch schonmal eine „normale" vertical chest mit 2 haken gemacht hatte, wusste ich schon dass diese suspension nicht unbedingt zu den „angenehmsten" gehörte! aber das ganze nur mit 1 haken!? da wuchs dann doch meine neugier und der drang etwas neues zu erleben, mit meinem körper wieder ein stückchen weiter gehen. hatte mein körper doch auch schon einige strapazen in der kategorie bodymod mitgemacht, seien es tattoos, piercings, cutting oder eben auch andere suspensions.

da ich wusste dass mein piercer immer für ungewöhnliche bzw. seltene „sachen" zu haben ist und er auch über das nötige fachwissen verfügt so eine suspension durchzuführen, da ja wie bestimmt bekannt bei falschem setzen der haken einiges passieren kann, rief ich ihn sofort an. nach kurzem erklären und austauschen von nötigen informationen stimmte er meinem wunsch zu. wir vereinbarten die suspension auf einem kleinen meeting zu machen, dieses fand am 05.08.06 ausserhalb ansbach in einem kleinen, genmütlichen kreis an der kreuzeiche statt.

nachdem nun die tage verstrichen und der tag X immer näher rückte wurde mir doch immer mulmiger. mein piercer erklärte mir dass er die suspension mit einem 5mm haken durchführen werde. 5mm!? is doch schon ein ganz schön dicker haken . . . ola ola! bei dem gedanken wurde mir dann doch schon etwas anders und am liebsten, wär da nicht mein viel zu grosses ego gewesen, hätte ich nen rückzieher gemacht!

er war endlich da, der besagte tag! ich war natürlich dementsprechend aufgeregt und versuchte es mir innerlich selber schön zureden, was aber nicht klappte! nachdem erstmal noch ein paar stunden vergangen waren, war es dann soweit. eine ganze traube von menschen folgten mir dort den weg durch die wiesen hoch zur kreuzeiche. da ich ja nicht der einzigste war der an diesem tag hängen sollte lies ich den anderen personen vor mir vortritt und so kam ich dann als letzter dran.

mit einem herzschlag von weit über normal und einem mulmigen gefühl in der magengegend, schwitzigen und zittrigen händen setzte ich mich auf die liege. dann wurde natürlich wie es sich gehört erstmal anständig die zu piercende stelle desinfiziert, steriles besteck und 1 sterilisierter haken bereitgestellt. noch kurz 2 punkte für den ein- und austritt makiert und schon ging es los. ich versuchte so locker wie möglich zu sein und meine brust auf keinen fall anzuspannen, was in dieser situation wirklich nicht leicht ist. dann kam er, der einstich mit dieser gigantisch scheinenden 5 mm needleblade. es zwickte ziemlich und ich versuchte ruhig weiter zu atmen und nicht anzuspannen, dies fiel immer schwerer. dann folgte der weg unter der haut, der schier endlos schien, bis endlich der austrittspunkt erreicht war. wieder durchzuckte mich ein doch ungewohnt starker und unangenehmer schmerz in der brust und es folgten die erlösenden worte „er ist durch..."! WOW, was für ein 1. Kick am anfang dieser suspension. nach dem
setzten der needleblade wurde „nur noch" der haken „durchgefädelt" und mit dem sicherheitsbügel verschlossen.

da ich das stechen überlebt hatte, folgte nun der letzte gang vor dem unbekannten. da stand ich nun mit einem haken in der brust, nichts ahnend was auf mich zukommen würde. es ging weiter, ich wurde mit einem karabiner mit dem gestell bzw. dadurch mit dem flaschenzug verbunden. kein zurück, dies lies mein ego nicht zu (wie oben schon erwähnt)! es ging langsam los, er (mein piercer) fing langsam an das seil zu straffen und daraus folglich straffte sich auch meine haut an der brust. es war ein komisches gefühl, das atmen fiel schwerer, teilweise vergass ich es zum teil ganz oder kriegte es viell. gar nicht mehr mit das ich atmete. es ging immer weiter hoch – STOP – eine kurze pause bevor ich doch hoffentlich ganz mit den beinen abheben werde. ich stand noch auf den ballen meiner turnschuhe, versuchte so enstpannt wie nur möglich dazu stehen, die arme „locker" runterhängend der kopf nach oben gerichtet, nun gab es kein zurück mehr, nur noch ein paar wenige zentimeter trennten mich von einem ereignis, einem gefü hl, einer art zu hängen die noch nicht viele gewagt haben. ich gab das OK und er zog weiter, ich merkte wie sich die haut immer weiter dehnte, einen kurzen moment wahr ich wieder einmal erstaunt über die „leistungsfähigkeit" der haut... und dann plötzlich, ich hing!! meine beine waren angewinkelt und ich hing frei an nur einem 5mm haken . . . was für ein gefühl! WOW! ich vergass die angst zuvor einfach alles, nur noch dieses hier zählte . . . YEAH!

nachdem ich dann dort ein paar minuten hing bat ich meinen piercer mich wieder langsam runterzulassen. es war herrlich... als ich dann wieder festen boden unter meinen füssen spürte und vom flaschenzug befreit war fühlte ich mich richtig gut, aber auch leicht benommen und benebelt . . . unbeschreiblich einfach!

abliessend kann ich eigentlich nur sagen, ich werde es wieder tun! viell. wieder im privaten – viell. haben aber auch ein paar von euch die „ehre" mich irgendwo auf einer bühne hängen zu sehen, dann hoffe ich doch es klatscht anständig applaus!

in diesem sinne, cheers & stay sic - exitus

Details

submitted by: Anonymous
on: 23 Aug. 2006
in Ritual

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Artist: unique-bodymod.de
Studio: TAOP
Location: Ansbach

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